Suchen Seite drucken

Buchtipps

NEU:
Jugend und Ernährung. Zwischen Fremd- und Selbstbestimmung

Cover HP Modul

Welche Rolle Essen für Jugendliche spielt und wie Jugendliche ihre eigene aber auch die allgemeine Esskultur gestalten, erfahren Sie im neuen Tagungsband [mehr]


Mission Ernährung. Wenn Gesundheit zum Diktat wird
Cover Modul

Gesundheit wird zum Lebensziel. Positiver Trend oder Gesundheitswahn? [mehr]


Was der Mensch essen darf

Cover was der mensch essen darf Modul

Der Sammelband befasst sich mit Aspekten von Moral, Ethik und Nachhaltigkeit in der Ernährung des 21. Jahrhunderts [mehr]


20. Heidelberger Ernährungsforum

Essbiografie. Warum wir essen wie wir essen

28.-29. September 2016, Heidelberg

In Kooperation mit Prof. Dr. Christine Brombach, Leiterin der Fachstelle Consumer Science und Ernährung, Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, Wädenswil, und Dr. Ute Zocher, Erziehungswissenschaftlerin und Gesundheitsförderin, selbstständig, Rom

ZusammenfassungPDF


TitelGlobalisierung, Digitalisierung, Pluralisierung und Individualisierung sind Kennzeichen der heutigen Zeit. Der persönlichen Lebensgestaltung scheinen keine Grenzen gesetzt. Das wirkt sich auch auf Biografien aus, diese werden zunehmend flexibler und verlieren an Kontinuität – und die Essbiografie ist ein Teil davon. Denn was und wie Menschen essen ist geprägt vom sozialen Umfeld und dem Verlauf des Lebens. Und somit bestimmen die Sozialisation und Biografie eines Menschen maßgeblich mit, wie er sich im Laufe seines Lebens ernährt.

Umbrüche, Wendepunkte und Krisen können häufig dazu führen, eigene Handlungsmuster zu überdenken, zu reflektieren und sich mit Handlungsalternativen auseinanderzusetzen. Das betrifft auch das Ernährungsverhalten: Einschneidende Ereignisse und Wendepunkte im Leben wie Einstieg in die Berufswelt, Beginn einer Ausbildung, Verlassen des Elternhauses, Studienbeginn, Gründung einer eigenen Familie, Krankheit und Todesfälle in der Familie und allgemeine Schicksalsschläge können auch langfristig das Ernährungsverhalten ändern.


Gerade vor dem Hintergrund der Zunahme ernährungsbedingter Erkrankungen wird es immer wichtiger zu verstehen, welche Faktoren das Ernährungsverhalten beeinflussen und wie Menschen befähigt werden können, ihre Ernährung im Alltag bedarfs- und bedürfnisgerecht zu gestalten.

Die Tagung zeigt, welche Relevanz essbiografisches Arbeiten in der Praxis hat und wie es, interdisziplinär betrachtet, zu einem gesundheitsförderlichen Ernährungsverhalten beitragen kann. Vorträge beleuchten, welche Faktoren zu bestimmten Ernährungsmustern führen und „warum wir essen wie wir essen“: Wie kommt der Mensch zu seinen typischen Essgewohnheiten im Alltag? Wie wirken sich Veränderungen im Lebensverlauf auf das Essverhalten aus? Und inwieweit können Wendepunkte, einschneidende Ereignisse (positiv wie negativ) ausschlaggebend für eine Umstellung des Ernährungsstils sein? Anhand von Beispielen wird deutlich, wie biografisches Arbeiten dazu beitragen kann, Zusammenhänge und Muster im Handeln von Individuen zu erkennen und somit eine Basis für verhaltensändernde Maßnahmen zu legen, die auf eine gesunde Ernährung zielen.

Programmflyer PDF